computerwoche.de
Newsletter  |   CW-TV  |   Bilder-Galerien  |   Blogs & Forum  |   CW mobil  |   RSS  |   Aboshop


Nachrichtenarchiv

Australien: PayPal-Zwang bei eBay ruft Behörden auf den Plan

18.04.2008 um 15:05 Uhr
Autor(en): pte pte.
Die australische Wettbewerbsbehörde hat begonnen, den PayPal-Zwang für australische eBay-User zu untersuchen.

Vergangene Woche gab die Niederlassung des Online-Auktionshauses eBay in einer Mitteilung bekannt, dass ab 17. Juni neben der Barzahlung lediglich PayPal als Transaktionsmethode akzeptiert werde. Die Ankündigung verärgerte nicht nur die User auf dem fünften Kontinent, sondern zog auch viel internationale Medienaufmerksamkeit auf sich, gilt das Projekt doch als Versuchsballon, der bei Erfolg möglicherweise weltweit ausgerollt wird. Dies kann zumindest in der EU ebenfalls die Wettbewerbshüter auf den Plan rufen, da eBay seine Marktdominanz ausnutzen könnte. Bei eBay Deutschland wird eine mögliche Ausweitung auf den heimischen Marktplatz jedoch ausgeschlossen. "Es handelt sich um eine Maßnahme der australischen Niederlassung. Es gibt derzeit weder für den deutschen noch für andere eBay-Marktplätze konkrete Pläne, dass das australische Modell übernommen wird", hält Maike Fuest, Sprecherin von eBay Deutschland, gegenüber pressetext fest.

Ansätze in diese Richtung sind jedoch auch in Europa zu bemerken. So hat die britische eBay-Niederlassung vergangenen Monat verlautbart, dass PayPal bei Auktionen verpflichtend angeboten werden muss, wie das Portal "TheRegister" berichtet. Weitere Begründungen sowie ein Kommentar zur australischen Maßnahme gab es Seitens eBay UK nicht. Für die Wettbewerbshüter in Australien ist der PayPal-Zwang deshalb problematisch, da der Bezahldienst ebenso wie der VoIP-Service Skype ein Teil des eBay-Konzerns ist. Begründet wurde der Schritt mit mehr Sicherheit, denn bei der Kaufabwicklung über PayPal würde es zu deutlich weniger Problemen kommen als bei anderen Zahlungsformen. Für Deutschland konnte Fuest diese Statistiken nicht bestätigen. Die Verantwortlichen in Australien waren sich jedoch schon möglicher Probleme mit den Wettbewerbshütern bewusst und so hatte das Unternehmen bereits Kontakt mit der Behörde aufgenommen. Man wollte sich von bestimmten Regeln freistellen lassen, die normalerweise eine Kartellbildung verhindern sollen. (pte)



Seite: 1



Leserkommentare 
(0 Beiträge), 
Kommentieren

Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.


Aktuelle Umfrage

Wie verändert sich Ihr IT-Budget 2009 gegenüber 2008?

Testen Sie Ihr Wissen KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
Neu: SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security