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IT Macher
Eine Würdigung

Bill Gates: Ich bin dann mal weg



Im August 1993 erklärt das US-Justizministerium die Kartellrechtsklage zur Chefsache und übernimmt das Verfahren von der FTC.

Im Januar 1994 heiraten Bill und Melinda auf Lanai, einer der Inseln der Hawaii-Gruppe. Country-Sänger Willie Nelson spielt dazu auf.

Im Juli 1994 beugt sich Microsoft scheinbar einer gerichtlichen Entscheidung des US-Justizministeriums und willigt in die Forderung ein, kartellrechtliche Verstöße künftig zu unterlassen. Zu den Vorwürfen gehörte etwa, dass der Softwaremonopolist Hardwarehersteller zwinge, Lizenzgebühren für Microsoft-Betriebssysteme zu zahlen, auch wenn die Software gar nicht installiert sei.

Microsofts Millionarios

Am 17. Juli 1995, drei Monate von seinem 40. Geburtstag, wird Gates ein Vergnügen zuteil, das viele gerne mit ihm teilen würden: Er ist mit einem Vermögen von 12,9 Milliarden Dollar der reichste Mann der Welt. Natürlich nur auf dem Papier. Schon 1990 hatte die "New York Times" über ein sehr exklusives Problem der Microsoft-Belegschaft berichtet: 25 Prozent der Mitarbeiter seien nämlich Millionäre - zumindest nach ihren Aktienoptionen gerechnet. Microsoft erwirtschaftet 1995 rund 5,9 Milliarden Dollar mit 17 801 Mitarbeitern.

Schon vorher, am 26. Mai 1995, muss Gates aber ein Versäumnis einräumen: In einem Grundsatzpapier legt er die Bedeutung des Phänomens Internet dar - ein Medium, das Microsoft jahrelang unterschätzt hat.

Wer berühmt ist, bekommt schon mal weniger nette Zuwendungen.
Wer berühmt ist, bekommt schon mal weniger nette Zuwendungen.

In bewährter Manier drückt Microsoft in der Folge Produktkonkurrenten aus dem Markt. Dieses Mal ist Netscape das Opfer. Als Microsoft am 24. August 1995 seinen in das Windows-Betriebssystem integrierten Browser "Internet Explorer" vorstellt, läutet das Totenglöckchen für Netscapes "Navigator", der auf dem Mosaic-Code basiert. Im Oktober 1997 wird Microsoft erstmals zur Zahlung einer Strafe (eine Million Dollar pro Tag) verurteilt, weil es gegen den Consent Decree von 1995 verstößt.

Irgendwie auch einer Ehre kommt es gleich, dass sich Bill Gates seit dem 4. Februar 1998 zu den Zelebritäten zählen darf, denen in der Öffentlichkeit eine Torte ins Gesicht geknallt wird. Geschehen in Belgien. Gates kommentiert den publikumswirksamen Ritterschlag mit den Worten, die Torte habe ihm nicht geschmeckt.



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