welche Neuerungen Vmware Workstation 6.0 aufweist;
was sich beim Setup und der Konfiguration ändert;
wie sich die Lösung im Praxistest schlägt;
was sich in Sachen USB 2.0 und Windows Vista verändert hat;
was die Desktop-Virtualisierungskonkurrenz von Parallels und Microsoft bietet.
Virtualisierung ist eines der Top-IT-Themen ? insbesondere, um unausgelasteten Servern auf die Sprünge zu helfen. Doch auch auf Desktop-Seite gibt es viel zu virtualisieren: Anstatt sich ein Testlabor mit etlichen physikalischen PCs einzurichten, die zudem noch Platz unter, auf oder neben dem Schreibtisch in Anspruch nehmen, greifen Profis auf emulierte, virtuelle PCs zurück, die innerhalb von Fenstern ablaufen. Auch für normale Anwender ist die Desktop-Virtualisierung interessant: Bewährte Anwendungen, die nur unter älteren Betriebssystemen laufen, können in der virtualisierten Umgebung bequem weiterverwendet werden.
Doch welche Lösung eignet sich am besten für die Virtualisierung auf dem Desktop? Um das herauszufinden, hat die COMPUTERWOCHE die Version 6 von VMware Workstation einem eingehenden Test unterzogen und dabei auch untersucht, wie sich im Vergleich dazu die beiden schon länger erhältlichen Produkte "Virtual PC 2007" von Microsoft und "Parallels Workstation 2.2" vom gleichnamigen Anbieter in der Praxis schlagen (siehe auch "Kompressor für virtuelle Maschinen").
Anders als seine Vorgänger benötigt die Windows-Installationsdatei von Vmware Workstation 6.0 nicht 100 MB, sondern 282 MB. Anders als beim 5er Release ließ sich sechste Version nicht bei laufendem PC in Betrieb nehmen: Losgehen konnte es in unserem Test erst im Anschluss an einem störenden Neustart des Rechners.
Nach dem Aufruf erwartet den Anwender die von den Vorgängern gewohnte grafische Bedienungs- und Verwaltungsoberfläche. Mit Assistentenhilfe werden von hier aus neue Gast-Maschinen erstellt. Über die individuelle Konfiguration lassen sich alle Einstellungen für virtuelle Gäste vornehmen. Praktischerweise zeigt das Programm an dieser Stelle die in der virtuellen Maschine jeweils unterstützten Merkmale direkt an. Ohne dafür einen Blick ins Handbuch werfen zu müssen, findet sich hier unter anderem der Hinweis, dass ein Workstation-6.0-konformer Gast bis zu acht GB Arbeitsspeicher und zehn Netzwerkadapter nutzen darf.