computerwoche.de
Newsletter  |   CW-TV  |   Bilder-Galerien  |   Blogs & Forum  |   CW mobil  |   RSS  |   Aboshop


BI & ECM
Studie zum Dokumenten Management

Der Brief hat trotz E-Mail und Web 2.0 noch nicht ausgedient

07.04.2008 um 10:19 Uhr
Dienstleister für Direktmarketing und Rechnungsversand sind optimistisch, dass Firmen auch künftig am Papier festhalten.

Im Auftrag der Bundesnetzagentur hat die MICUS Management Consulting GmbH Düsseldorf erstmals Marktzahlen zu den vor- und nachgelagerten Märkten des Postsektors ermittelt. Untersucht wurden im Einzelnen die Bereiche Direct Mail, Transaktionsdruck, Adress-Management sowie Poststellen-Outsourcing. Danach hatte Gesamtmarkt für vor- und nachgelagerte Dienstleistungen des Briefversands im Jahr 2005 ein Volumen von über 16 Milliarden Euro. Über 90 Prozent davon werden von Unternehmen aus dem Direkt-Mail- und Transaktionsdruck-Sektor erwirtschaftet. In allen genannten Marktsegmenten nehmen vier bis fünf Unternehmen eine quasi marktbeherrschende Stellung ein. So bedienen im Segment Direct Mail beispielsweise fünf Unternehmen über 50 Prozent des Marktes.

Hundert Dienstleister für Print-Dienste

Vor allem mit Direct-Mail wollen die vielen Dienstleister in Deutschland ihr Geld verdienen.
Vor allem mit Direct-Mail wollen die vielen Dienstleister in Deutschland ihr Geld verdienen.

Neben den Marktführern tummeln sich hierzulande laut Untersuchung einige Hundert Klein- und Kleinstunternehmen in den diversen Segmenten und bieten zum Teil hochspezialisierte Dienstleistungen an. Parallel dazu haben sich vor allem bei der B-to-C-Kommunikation (Business-to-Consumer) in den letzten Jahren die Märkte stark verändert: Immer mehr Aufgaben bei der Erstellung von Briefprodukten werden von externen Dienstleistern übernommen. Dies umfasst nicht nur klassische Werbebriefe im Direktmarketing, sondern auch so genannte Transaktionsdruck-Produkte, wie Rechnungen, Mahnungen, Tickets, Logistikpapiere oder Kontoauszüge. Zur Kostensenkung findet immer häufiger eine Kombination von Direktmarketingprodukten mit Transaktionsdruckprodukten, kurz TransPromo genannt.

Laut Micus belegen die Untersuchungsergebnisse, dass trotz der voranschreitenden Digitalisierung und der Nutzung von E-Mail, Instant Messaging und Web 2.0-Technologien der Brief als Kommunikationsmittel "noch lange nicht ausgedient hat". Vielmehr steige das jährliche Post-Aufkommen weiter an (siehe auch als Beispiel den Artikel der COMPUTERWOCHE über das Logistikzentrum der HUK-COBURG). In den Segmenten Direct Mail und Transaktionsdruck zeigt sich, dass digitale Technologien klassische Printprodukte eher ergänzen oder vollkommen neue Geschäftsfelder erschließen. Micus sieht dann auch für die Zukunft noch ein erhebliches Marktpotenzial für die Dienstleister. (as)


Leserkommentare 
(1 Beitrag), 
Kommentieren
INFOLINE
Insbesondere bei Mailings und persönlichen Anschreiben ist der Brief oft der beste Weg. Spannend sind in dem Zusammenhang Services die Online und Offline Welten verbinden können wie z.B. MY-E-Letter.de zum Beitrag


Beitrag schreiben

Noch kein Forums-Mitglied?
Dann gleich hier anmelden.

BI & ECM: CW-REDAKTEURE EMPFEHLEN
SAPs BI-Strategie zwischen Umbau und Aufbruch SAPs BI-Strategie zwischen Umbau und Aufbruch Kunden von SAP-Software für Business Intelligence und Partnern wird Einiges abverlangt: Produkte sind abgekündigt, und nicht jeder Dienstleister bleib ... weiter
Ehepartner hassen den BlackBerry Ehepartner hassen den BlackBerry Das renommierte Forschungszentrum MIT sieht die psychische Gesundheit von Unternehmensmitarbeitern durch die ständige Kommunikation über mobile Client ... weiter
Datenqualitäts-Management Datenqualitäts-Management Miese Geschäftsdaten sorgen für steigende Kosten und ein schlechtes Image. Trotzdem machen viele Unternehmen kein Datenqualitäts-Management. Oft auch, ... weiter
Volkswagen nutzt BI mit System Volkswagen nutzt BI mit System Mit dem "BI-Programm" schuf die Konzern-IT von VW ein engagiertes Team, das Fachbereiche für Prozess-Controlling und Reporting gewinnen soll.  weiter
Enterprise Content Management statt Social Software Enterprise Content Management statt Social Software EMC kündigt viel versprechende Änderungen in seiner ECM-Strategie an. Ziel sind einfach zu nutzende Clients für Collaboration und mehr Offenheit bei ... weiter
SAPs BI-Strategie zwischen Umbau und Aufbruch Ehepartner hassen den BlackBerry Datenqualitäts-Management Volkswagen nutzt BI mit System Enterprise Content Management statt Social Software
MEHR ZUM THEMA BI & ECM
  • Artikel
  • Whitepaper
FEATURED LINKS

KOSTENLOSE NEWSLETTER VON COMPUTERWOCHE
Nachrichten morgens
Whitepaper
Nachrichten mittags
CW-Mittelstand
Highlights der Woche
Hardware
Neu: SAP-Newsletter
Software
Job + Karriere
Open-Source
Stellenmarkt
Produkte + Techn.
Freiberufler
Security