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CIO des Jahres 2007

Torsten Ecke, Eon AG: One IT verspricht ewige Rente

29.11.2007
Autor(en): Stefan Überhorst.
Beim Energiekonzern läuft derzeit im Rahmen der europäischen Integration unter anderem die Konsolidierung der IT-Infrastruktur von 26 auf drei Rechenzentren.

Bald ist es geschafft: Das bei Eon im Jahr 2004 begonnene Projekt "One IT" befindet sich nun in der Umsetzungsphase und soll 2009 abgeschlossen sein. Das Ziel ist ein europaweiter IT-Shared-Service und darauf aufbauend eine durchgängige Infrastruktur-Plattform als Basis für die europäische Integration von Eon. Die daraus resultierenden Einsparungen im Infrastrukturbetrieb sind im Vergleich zum Aufwand enorm und werden von Eon-CIO Torsten Ecke als "ewige Rente" bezeichnet. Der Weg dorthin war allerdings steinig.

Überzeugungsarbeit statt Machtwort

Torsten Ecke auf einen Blick: Stationen, Projekte, Ansichten.
Torsten Ecke auf einen Blick: Stationen, Projekte, Ansichten.

Ein wesentliches Element des Projekts bestand im Übergang von Assets und Personal der einzelnen Geschäftseinheiten auf den Konzerndienstleister Eon IS, der anfangs selbst nur zu einem Teilkonzern gehörte. Dass sich die Euphorie der anderen betroffenen Teilkonzerne in Grenzen hielt, liegt nahe. Ecke betont jedoch, dass der Ausbau von Eon IS zum konzernweiten Dienstleister inklusive der dazu gehörigen Steuerungsmechanismen und des Ressourcentransfers ohne ein "Machtwort von oben" in einem mühsamen Überzeugungsprozess über alle Ebenen hinweg gelungen ist. Das Ganze habe zwar länger gedauert als ursprünglich veranschlagt, doch Ecke rechtfertigt diesen Aufwand mit dem erreichten Vertrauensverhältnis innerhalb der IT-Community und der Nachhaltigkeit, mit der nun alle involvierten Parteien das Projekt unterstützen.

Smart Follower bei Innovation

Grundsätzlich möchte Ecke die IT-Strategie seines Hauses eher als "Smart Follower" bezeichnen, weshalb er keinen allzu großen Wert darauf legt, sich durch IT-Innovationen auszuzeichnen. Was ihm wichtiger ist und seine Mannschaft auch beherrscht, sei eine realistische Einschätzung darüber, welchen Wertbeitrag einigermaßen ausgereifte Techniken und Lösungen für das Geschäft haben. Weitreichende Erfahrungen habe man zum Beispiel im Umgang mit komplexen SAP-Architekturen, aus denen trotz dezentraler Aufstellung deutliche Konzernsynergien geschöpft werden.



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