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Auf die Performance kommt es an (Serie CIO-Agenda 2007, Teil 2)

26.10.2006
Autor(en): Heinrich Vaske.
Auf die Performance kommt es an (Serie CIO-Agenda 2007, Teil 2) Wer IT-Kosten rechtfertigen will, muss Leistungsnachweise bringen - eine Herausforderung für die meisten der CIOs, die im Rahmen des Züricher Syntegrations-Seminars ihre Agenda 2007 ausarbeiteten.

Vom Budget zur Performance

Hier lesen Sie ...

  • wie 30 CIOs ihre Agenda für das Jahr 2007 ausarbeiten;

  • dass Performance-Management in der IT und auf Business-Ebene unausweichlich wird;

  • welche grundsätzlichen Fragen im Rahmen einer Sourcing-Strategie zu klären sind;

  • warum IT-Dienstleister pfleglich zu behandeln sind;

  • mit welchen Herausforderungen Global Shared Services verbunden sind und wie man sie meistern kann.


Ein für CIOs leidiges, aber absolut zentrales Thema sind die Kosten. In vielen Unternehmen, so konstatierten die IT-Chefs, nimmt der Rechtfertigungsdruck auf das IT-Management zu. "Herkömmliche IT-Organisationen haben chronisch zu wenige Ressourcen, gelten aber immer als zu teuer", umriss Andreas Resch, CIO der Bayer AG, das Problem. "Es geht um die Performance, die hinter dem Budget steht."

Zwar wissen die CIOs sehr gut, wie sie die Kosten-Nutzen-Relation des laufenden IT-Betriebs messen können. Schwieriger wird's aber, wenn die Rentabilität von Anwendungen oder die Ergebnisse einer Prozessoptimierung erhoben werden sollen. "Auf der Prozessseite haben wir noch nicht herausgefunden, wie wir den Nutzen von IT nachhaltig messen und bewerten können", fasste Peter Kraus, Leiter der ZF Informatik - der IT-Organisation der ZF Friedrichshafen AG - zusammen.

Die Höhe des IT-Budgets, so der Konsens unter den IT-Managern, lässt keine Rückschlüsse auf die Qualität der IT-Versorgung zu. Für die Beurteilung müsse erst einmal ermittelt werden, wie sich die Budgetveranwortung zwischen CIO und Fachbereichen aufteilt. Ferner sei die Frage entscheidend, ob es eine transparente Leistungsverrechnung einzelner Services gibt. Außerdem ist bei großen Budgetposten zwischen den Kosten für Headcount und Betrieb sowie Investitionen zu unterscheiden.

Die CIOs empfehlen darüber hinaus die logische Trennung zwischen Kostenstellen und Service-Billings. Wer schnell und nachhaltig sparen muss, sollte vor allem an der Kostenschraube drehen. Gleichzeitig stellten die Diskutanten klar, dass die Granularität der Abrechnungsprozesse von der Controlling-Kultur des jeweiligen Unternehmens abhängt. Kontraproduktiv sei es, zu sehr ins Detail zu gehen. Rainer Janßen, CIO der Münchener-Rück-Versicherungsgesellschaft, warnte diesbezüglich vor versteckten Kosten: "Wenn man jeden Hotline-Call abrechnet, kommt es zu Hey-Joe-Effekten, die man nicht will. Vor allem sieht man dann auch die Fehlerstatistik seiner Software falsch."

CIOs diskutieren die Agenda 2007

Auf dem Syntegrations-Workshop "The CIO Beyond" in Zürich, veranstaltet vom Malik Management Zentrum St. Gallen und der COMPUTERWOCHE, diskutierten 30 Chief Information Officers (CIOs) über die Zukunft ihrer IT-Organisation. Zwei Tage lang erarbeiteten die IT-Manager aus Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen gemeinsam ihre Agenda 2007. Wir haben die von den CIOs identifizierten Herausforderungen in einer vierteiligen Serie zusammengefasst.

Sponsoren des Events waren Hewlett-Packard (Underwriter) und Hitachi Data Systems. Wir bedanken uns für die Unterstützung.


Die CIOs einigten sich auf folgende gemeinsame Aussage: "Die IT muss bei der Beurteilung ihrer Leistungen von einer rein kostenorientierten zu einer überwiegend Performance-orientierten Sichtweise kommen. Der Wertbeitrag der IT misst sich am Erfolg der Kunden." Aufgabe der IT-Verantwortlichen sei es, Kosten- und Leistungstransparenz herzustellen, Services zu bepreisen und Benchmarks als ständiges Instrument des Leistungsvergleichs heranzuziehen.


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